anders sehen
     Dialogkonstrukt zwischen europäischen
     und Aborigines-Künstlern
    
K u n s t a u s s t e l l u n g
E-Mail an artalfa e. V.        13. Juni  bis  11. Juli   2004
       Foyergalerie   Staatstheater   Darmstadt
Für Infos den o.a. Links folgen       Vernissage: Sonntag, 13. Juni, 11.00 Uhr
                                                                   - Eintritt frei ! -    

 

 

Die Ausstellung ist geöffnet bei allen Aufführungen im Großen Haus, jeweils von 18.30 h bis Vorstellungsende sowie bei Veranstaltungen der Aktion Theaterfoyer.

 

 

 

Projektbeschreibung :

 

Die Kunst der Aborigines steht in direktem Zusammenhang mit ihrer Religion, die alle Bereiche der Kultur prägt. Wie die Religion beschäftigt sich auch die Kunst der Aborigines mit ihrem Land, die Bilder (der Aborigines) sind oft geographische und mythologische Landkarten.
Sie stellen die Gegend des Künstlers oder der Künstlerin aus der Vogelperspektive dar und deuten sie spirituell in einer für unsere Augen abstrakten Verfremdung. Anhand der Malerei, als einer zentralen religiösen Ausdrucksform des indigenen australischen Weltbildes,
lässt sich Zugang zum Besonderen dieser Kultur (mit 60.000 Jahren die älteste der Welt) finden.

Während einer Australienreise 1999 wurde die direkte Begegnung mit der Kunst der Aborigines zur Inspiration für zwei europäische Künstler. Bei Richard Byrdy (Malerei und Digitalkunst, lebt und arbeitet in Darmstadt) und Artur Gburek (Skulpturen, lebt und arbeitet in Polen) erweckte sie das Bedürfnis ihre Australien- Eindrücke künstlerisch zu verarbeiten. Vor allem die Konfrontation mit der Tatsache, dass die Kultur und Kunst der Aborigines vom heutigen Australien zumeist als irrelevant erachtet, höchstens aber romantisch verklärt als Touristenattraktion benutzt wird, wurde zum entscheidenden Auslöser für eine spezifische Schaffensperiode der beiden Künstler.
Darüber hinaus initiierte sie auch die Gründung des Vereins artalfa.
artalfa e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, bestehend aus Künstlern verschiedener Metiers, der sich für die Kultur der Ersten Australier und deren Menschenrechte einsetzt.
Australien ist das einzige Commonwealth-Land und eines der wenigen in der Welt überhaupt, das kein Abkommen mit seiner Eingeborenen-Bevölkerung hat, das dieser z.B. die Anerkennung in der Verfassung gewährt.
Nicht nur deshalb ist Australien der erste demokratische Staat der westlichen Welt, der auf Grund seiner Rassenpolitik vom "UN-Komitee zur Beseitigung der Rassendiskriminierung" aufgefordert wurde, diese zu erläutern.

Die Ausstellung ANDERS SEHEN wird als Behauptung eines
"stillen Dialogs" zwischen den beiden europäischen Künstlern und den Aborigines-Künstlern inszeniert, deren gemeinsames Anliegen die Verehrung des Landes der Ureinwohner Australiens sowie die Manifestation von Respekt gegenüber ihrer Kultur und das Erinnern an diese ist.
Die Exponate werden dialogisch zusammengestellt und die Unterschiedlichkeit wird zum Konzept. Die Ausstellung ANDERS SEHEN versteht sich als Auftakt für einen offenen Dialog zwischen den beiden Kulturen.

Dank der Leihgaben des Museums der Weltkulturen Frankfurt und dem Kontakt zu Winjeel Arts in Alice Springs werden Exponate von Aborigines-Künstlern verschiedener Regionen vertreten sein,  u.a. Tracey Linn Bostock, Bruce Wangurra, Jullian Davey, Joe Bird Jakamarra, Ron Ansel Parula, Marlene Doolan, Bomanulla Williams, Alfie Golder, Ricky und Robyn Oak, Katie Briscoe Napinunga. Somit ermöglicht ANDERS SEHEN dem Besucher einen sehr umfassenden Einblick in die Kultur der Aborigines

 

 

Einnahmen der Ausstellung spendet der Verein zum Aufbau eines Dialyse- Zentrums

für Aborigines in Alice Springs.

  

Für die engagierte Zusammenarbeit danken wir

Frau Dr. Eva Raabe ( Museum der Weltkulturen Frankfurt )

Frau Birgitt Scheps ( Völkerkundemuseum Leipzig )

und Laura Gerber ( Gesellschaft für bedrohte Völker )

 

 

 

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